Thomas Wormitt

Traversflötist · Cembalist · Dozent

Tag: WTC

  • G-Dur

    bemerkenswert:– unbeschwert, leicht, spielerisch (Tripeltakte)– Versuch einer Temporelation Achtel=Achtel zwischen Präludium und Fuge– Das Thema der Fuge tritt auch in Umkehrung auf– Scheinbare Engführungen (in Oktaven) brechen spätestens nach dem Ende des führenden Themas ab bzw. verlaufen sich

  • Fis-Moll

    bemerkenswert:– schwierig zu erfassendes Präludium; durch etwas Inegalité bekommt es bekommt es mehr Schwermut und lässt sich leichter mit der Fuge verknüpfen– tolles Fugenthema: es kämpft sich mühevoll in drei Etappen zur Quinte hoch um dann wieder herabzusinken– Kontrasubjekt mit den ewigen fallenden Sekunden unterstützt den lamentierenden Affekt– Umkehrung des Themas in der zweiten Hälfte…

  • Fis-Dur

    bemerkenswert: – vermutlich Bachs erstes Stück in Fis-Dur– Präludium wie eine zweistimmige Inventio– munterer Affekt nach dem düsteren F-Moll– heiter beschwingte Fuge ohne große kontrapunktische Finessen– der letzte Ton des Dux ist der erste Ton des Comes

  • f-Moll

    bemerkenswert:– allmählich rückt mir Moll näher ans Herz als Dur ❤– melancholisches Präludium im durchbrochenen Stil, mit Schwerpunkt harmonischer Entwicklung ohne prägnante Themen– ernste Fuge, mit chromatischen Verläufen im Thema– gleich zwei obligate Kontrapunkte 😮– Kontrast zwischen diatonischen Zwischenspieler und chromatischem Thema– Lieblingsstelle: ab ca. 5:05 min (Modulation nach Es-Dur und folgende Sequenz)

  • F-Dur

    bemerkenswert:– Präludium entspricht einer zweistimmigen Inventio– besondere Challenge: Triller mit Präfix gegen flinke Sechzehntel– tänzerische Fuge– Themeneinsätze bei der Fuge im Verlauf enggeführt als Canon in der Oktave– lichter Satz trotz strengem Kontrapunkt

  • e-Moll

    bemerkenswert:– gegenüber der Frühfassung im WFB Clavierbuch ergänzt JSB das Präludium um eine cantable Stimme, die Raum für Verzierungen und Rubato bietet– zweiteiliges Präludium mit unterschiedlichen Tempi– (nur) zweistimmige Fuge– Fuge zweigeteilt, zweite Hälfte mit Vertauschung der Stimmen und abgewandelter Modulation

  • es-/dis-Moll

    bemerkenswert:– bisher das längste Set – und vielleicht das schönste ❤– H. Kellers Charakterisierung des Präludiums als Notturno finde ich sehr passend– enharmonischer Wechsel von Präludium (es, 6b) zu Fuge (dis, 6#)– Fuge erinnert an manche Kontrapunkte der Kunst der Fuge– Kontrapunkt im Überfluss: Enführungen, Umkehrung, Augementation und Kombinationen aus alldem– man hört ihr dank…

  • Es-Dur

    bemerkenswert:– schwierig schwierig– das Präludium ist bereits eine Fuge a 4 mit zwei Themen, oder doch eine Toccata mit Fugen-Abschnitt und obligatem Kontrapunkt?– der Tempobereich, in dem die beiden Subjekte weder gestresst noch träge klingen ist sehr klein– spritzige Fuge

  • Cis-Dur

    bemerkenswert:– die Tonart Cis-Dur– schwer zu lesen– überaus optimistisch und leicht– Präludium Duett – Fuge Terzett

  • c-Moll

    bemerkenswert: – Stürmisches Präludium, mit Ende im Stylus phantasticus– Tempoangaben– groovige Fuge mit super Thema (Einsatz auf Oktave, Haupttöne absteigendes Tetrachord– motivische Zwischenspiele